
Ein schlechtes Rating verteuert den Kredit
Kriterien
Österreichs Unternehmen werden von ihren Gläubigerbanken künftig streng nach qualitativen
und quantitativen Kriterien benotet.
Dazu zählen unter anderem:
● Die jährliche Bilanz
● Die Besicherung
● Die Qualität des Managements
● Die Marktposition
● Die Abhängigkeit von Lieferanten
● Die Regelung der Nachfolge
● Umweltprobleme
„Die zur Verfügung gestellten Daten sollten so aktuell, richtig und aussagekräftig wie nur möglich sein“, meint Bernhard Spalt von der Erste Bank. „Umso besser fällt das Rating aus.“ Der Kunde habe aber das Recht zu erfahren, wie sein Rating zu Stande gekommen sei. In Österreich gibt es kein einheitliches Verfahren für die Rating-Erstellung. So wendet die Erste Bank ein13-stufiges Verfahren an, bei anderen Banken sind es bis zu 28 Stufen. Eine Vergleichbarkeit von Ratings eines einzelnen Unternehmens ist daher nicht leicht möglich.
Beispiele
Der Risikoaufschlag bei einem heimischen Institut macht bei einer fünfjährigen, tilgenden Finanzierung mit 50 Prozent Besicherung bei Firmen mit sehr guter Bonität 0,24 Prozent aus, bei jener mit schwacher Bonität erhöht er sich auf 2,16 Prozent. Bei einem anderen Institut fallen bei einem Investitionskredit von € 500.000 und sieben Jahren Laufzeit mit 50 Prozent hypothekarischer Besicherung bei KMU mit guter Bonität vier Prozent Zinsen an, die monatliche Rate beträgt € 6850. Bei mittlerer Bonität fallen bereits fünf Prozent Zinsen an (monatliche Rate: € 7080), bei schlechter Bonität sind es 6,75 Prozent
Zinsen und € 7500 monatliche Rate. Wer mehr Klarheit im „Rating-Dschungel“ möchte, kann das Handbuch „Rating-Kennzahlen – 24 Branchen im Vergleich“ beim WIFI-Unternehmensservice unter unternehmerservice@ wko.at bestellen, bzw. unter www.unternehmerservice.at herunterladen.
Quelle Kurier
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